Wir verstehen unter Philosophieren lustvolles Nachdenken. Und was ist mit der Kunst? Lesen Sie ganz unten weiter...


Das Programm

 


Samstag, 24. Februar 2024 um 19:30 Uhr


Salon Jullien geht weiter, und zwar am

26. Februar 2024 um 19:30 Uhr

 

Nochmals Kapitel VII: DIE LIEBE

 

Die nächsten Daten:

 

11. März

08. April

27. Mai

 

Wir laden weiterhin herzlich ein zu Lektüre und Diskussion eines Werks des französischen Philosophen und Sinologen François Jullien: Ein zweites Leben. Er stellt sich darin die Frage, wie ein "zweites Leben" als Fortsetzung des alten Lebens zu denken ist. Dabei geht es Jullien eher um einen neuen Anlauf als um eine Reduktion auf Weisheit und keineswegs um einen Ratgeber für ein Leben nach der goldenen Mitte.

 

"Wir gehen auf Abstand zu den Scheingefechten des Lebens und entdecken andere Inhalte", schreibt Ursula Renz in der NZZ. Um solcherart Entdeckungen soll es im Salon Jullien gehen. Kapitel für Kapitel, offen und humorvoll, wollen wir uns diesen Text lesend erschließen, das Gelesene beleuchten und diskutieren.

 

Voraussetzung:  Neugier auf die Lesarten der anderen. Einstieg in die Lesegruppe jederzeit möglich.

 

Moderation: Alice Grünfelder, Sinologin, Germanistin, Übersetzerin und Schriftstellerin

 

Kollekte


Am 15. März 2024 umn 19:30 Uhr

 

Doppelkonzert Ensemble KIOSK & Christian Wohlfarth

Games of Virelais

 

Das Ensemble KIOSK entwirft ein Spiel mit Liedformen. Wir lassen Lieder und Spielweisen aufeinandertreffen, die aus den Begegnungen von zeitgenössischen Komponistinnen entstanden sind. In unserem Zwischenspiel führen wir Schubert und Machaut ins Feld. Der Raum ist Teil des Spiels, klingende Objekte und singende Roboter bevölkern das Spielfeld.

 

Ensemble Portrait:

Ein Ensemble an der Schnittstelle von klassischer, experimenteller, populärer Musik, Improvisation und Musiktheater, dem Flügel, Harmonium, Toy Piano, Synthesizer, Stimmen, Raum, Licht und Objekte als Instrumentarium dienen. KIOSK mäandert durch verschiedene Epochen und Kontexte, vereint unterschiedliche Disziplinen und experimentiert mit szenischen Formen der Aufführung.

 

Das Ensemble KIOSK wurde 2021 in Zürich gegründet. KIOSK hat seither einen bemerkenswerten Weg zurückgelegt mit Konzerten in der Schweiz, Deutschland und Georgien, einem großen Repertoire im Spannungsfeld von Alter bis Neuester Musik, mit sehr unterschiedlichen stilistischen und ästhetischen Ausrichtungen. Es ergaben sich spannende Kollaborationen mit Autorinnen und zahlreichen Komponist:innen. Als Anerkennung für diese vielfältige Arbeit hat das Ensemble von der Stadt Zürich eine Auszeichnung erhalten, das Werkjahr für klassische und Neue Musik 2023.

 

Russudan Meipariani - Gesang, Keyboards, Komposition

Lena Kiepenheuer - Gesang/Tamriko Kordzaia - Klavier, Harmonium

Sophie Krayer - Szenographi

 

 

Der Zürcher Perkussionist Christian Wolfarth ist Solist aus Leidenschaft. Seit 1991 spielt er regelmäßig Konzerte alleine. Die Reduktion seines Sets auf wenige ausgewählte Trommeln und Becken bedeutet für Wolfarth nicht ein Weniger an Klängen und Spielformen im Sinne eines Minimalismus, vielmehr erforscht der Musiker die spieltechnischen und klanglichen Möglichkeiten eines einzelnen Fells und Metalls bis in die letzten Winkel des klanglichen Spektrums und lotet somit die Vielfalt eines einzelnen Instrumentes aus.

 

Dieser reduktionistische Maximalismus lädt zum genauen Hin- und Hineinhören ein und führt die Zuhörenden durch ungemein nuancierte Klanglandschaften. Seine Schlagzeugkarriere begann Christian Wolfarth autodidaktisch als Rock- und Bluesdrummer, ehe er an der Swiss Jazz School bei Billy Brooks und später bei Pierre Favre am Konservatorium Luzern studierte. Dazwischen genoss er Kompositionsstudien bei Siegfried Kutterer in Basel. Neben seiner solistischen Tätigkeit arbeitet er in zahlreichen Ensembles an den Schnittstellen Improvisation, Zeitgenössisch komponierter Musik und Jazz. Seine Arbeiten sind mittlerweile auf rund 50 Tonträgern dokumentiert.

 

Nach dem Doppelkonzert, in dem KIOSK und Wolfarth ihre sehr unterschiedlichen Sets anspielen werden, kommt es zu einem improvisatorisch-experimentellen Austausch zwischen den Musiker:innen.

 


16. März 2024 um

19:30 Uhr

 

Blasnost - das ist Tauwetter in den Ohrmuscheln.

 

Das Zürcher Bläserensemble spielt vor allem Eigenkompositionen und hat eine Schwäche für zoologisch inspirierte Titel, frei nach dem Motto: keine Ohrwürmer für Angsthasen! - ein schräger Mix aus Jazz, Improvisation und Banda-Musik, der auch vor schwülstigen Tangos und kettenrasselndem Knastblues nicht halt macht.

 

Flavio Rohner, Altsax /Flöte / Komposition

Roger Nickl, Trompete

Matthias Czerny, Posaune

Martin Carl, Naturhorn

Bill Gilonis, Bassklarinette

Dani Wacker, Bariton- und Basssax

www.blasnost.ch


22. März 2024 um 20:30 Uhr

19. April 2024 um 20:30 Uhr

 

 

Where's Africa: Chicken Zores

 

Omri Ziegele altsaxophon nai stimme

Yves Theiler keyboards

Dario Sisera schlagzeug perkussion

 

 

Link: Omri Ziegele

 


23. März 2024 um 19:30 Uhr

 

Große Frauen aus der Oper - Komplexität der Gefühle

 

Was haben Tosca, Leonora, Erda, Lucia, Lady Macbeth, Sophie, Maddalena und Azucena gemeinsam?

 

 

Ein Abend mit Opernszenen und Literatur - lassen Sie sich in eine Welt der Kunst entführen!

 

Mitwirkende:

Gesang:

Charlotte Whittle

Daniela Argentino

Anna Maske

Olivia Betschart

Jean Paul Ballerini

Am Flügel: Corina Giere

Textbeiträge: Martin Kunz

Einstudierung, Konzeption und Regie: Vera Wenkert

 

Anna Maske: 
Arie und Mad Scène der Lucia: il dolce suono mi colpì di sua voce (Aus der Oper Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti)
Anna Maske und Olivia Betschart: 
Duett: Bonjour Grande Sœur (Sophie et Charlotte) (Aus der Oper Werther von Jules Massenet)
Arie der Sophie: Frère, voyez! (Aus der Oper Werther von Jules Massenet)
Daniela Argentino:
 Vissi d`arte Tosca (mit freundlicher Unterstützung von Jean Paul Ballerini)
(Aus der Oper Tosca von G. Puccini)
Pace, pace mio dio (Aus der Oper La forza del destino von Verdi)
Charlotte Whittle:
Vieni, tàffretta mit Brief und Cabaletta (Aus der Oper Macbeth von Verdi)
La Mamma morta (Aus der Oper Andrea Chenier von Umberto Giordano)
Olivia Betschart:
Stride la vampa (Aus Il Trovatore von Verdi)
Weiche Wotan, weiche (Aus Das Rheingold R. Wagner (mit freundlicher Unterstützung von Jean Paul Ballerini).

 


Mittwoch, 27. März 2024 um 19:30 Uhr

 

Philosophisches Abendgespräch

 

WAS IST HOFFNUNG –

notwendende Triebkraft oder eine Lebens-Un-Möglichkeit?

 

Martin Kunz im Gespräch mit Thomas Schlag

 

Prof. Dr. Thomas Schlag ist Professor für Praktische Theologie an der Universität Zürich und Direktor des Universitären Forschungsschwerpunkts "Digital Religion(s)".

 


Donnerstag, 11. April 2024 um 19:30 Uhr

 

UTOPIEN

Alice Grünfelder liest aus «Jahrhundertsommer» und «schön&glücklich»

 

Utopien

Zum einen handelt der Gesellschaftsroman „Jahrhundertsommer“ von einer Familie, die oft knapp am Abgrund vorbeischrammt. Die Hintergründe ihres vielfältigen Scheiterns werden mit dokumentarischer Nüchternheit scharfkantig gezeichnet. Dabei drängt sich die Frage nach Schicksal und Eigenverantwortung auf. Gesellschaftliche Umstände können so manchen Menschen brechen, ihn an den Rand, in den Schatten drängen, wo die Regeln des Systems fragil sind und ihre Gültigkeit verlieren. Oder sind das lediglich billige Ausflüchte? Und sobald Träume erfüllt werden, verschwinden sie, von wegen Glück! Zum anderen weist der Foto-Text-Band „schön & glücklich“ auf die Schatten in einer Gesellschaft hin, die auf Erfolg trimmt und damit unzählige Versehrungen in Kauf nimmt.

 

Aus dem Geist des „Trotzdem“ sind beide Bücher entstanden - nur lässt sich daraus ein neuer Gesellschaftsentwurf ableiten, eine Utopie gar? Mit diesem Anspruch würde die Literatur zwar überfrachtet werden, aber die Frage bleibt und auch, was und ob Literatur dazu beitragen kann.


Montag, 15. April 2024, 19.30 Uhr

 

Vergessene jüdische Komponisten:

Erich Itor Kahn (1905-1956) 

 

Konzert und Lesung

mit Pianist Tomas Bächli und

Sängerin Eva Nievergelt 

 

Erich Itor KahnSchlaflied (1942) und

Quatre Nocturnes (1954) / Frida Kahn (1905-2002): Generation in Turmoil 

 

Um die Mitte des 20. Jahrhunderts lebte eine ganze Reihe hervorragender Komponisten in einer Art Diaspora. Sie waren von den Nationalsozialisten aus dem deutschsprachigen Raum vertrieben worden: Leopold Spinner lebte in London, Erich Itor Kahn in New York, Philipp Herschkowitz in Moskau. Sie brachten die musikalischen Ideen und Neuerungen aus der Mitte Europas in die ganze Welt hinaus. Diese Werke sind viel zu wenig bekannt – ein blinder Fleck in der Musikgeschichte. Viele wurden bis heute nicht verlegt, sie sind nur in Handschriften erhältlich. Die Sängerin Eva Nievergelt und der Pianist Tomas Bächli beschäftigen sich seit vielen Jahren mit den Liedern dieser Komponisten. Einige von ihnen haben sie uraufgeführt, mehr als ein halbes Jahrhundert nach ihrer Entstehung. Es sind aufregende Werke, und sie überzeugen durch ihre expressive Kraft. 

 

An diesem Konzert-Abend stehen Erich Itor Kahn und das Buch Generation in Turmoil, das seine Frau Frida Kahn 1960 veröffentlichte, (in Auszügen) im Zentrum. 

 

Der Komponist Erich Itor Kahn wurde 1905 in Rimbach bei Frankfurt a.M. geboren. Er erschuf ein bedeutendes musikalisches Oeuvre – vorwiegend Klavierwerke, Kammermusik und Lieder. Sein Werk ist heute immer noch kaum bekannt. Ein Grund dafür liegt in seinen Lebensumständen. Er war ständig auf der Flucht vor den Nationalsozialisten und konnte sich daher an keinem Ort langfristig etablieren: 1933 emigrierten die Kahns von Frankfurt, wo er als Pianist beim Rundfunk arbeitete, nach Paris. Im Krieg wurde Kahn im Lager Les Milles interniert, bis ihm mit seiner Frau Frida 1941 unter dramatischen Umständen die Flucht nach New York gelang. Frida Kahn, die ihren Mann fast ein halbes Jahrhundert überlebte, war bereits mit ihren Eltern von Russland nach Deutschland geflohen, bevor sie mit ihrem Mann nach Frankreich und danach in die USA  fliehen musste. Diese Geschichte  beschreibt sie in ihrem Buch Generation im Turmoil: ein Bericht, so präzise wie unprätentiös – und gerade darum auch bewegend. 

 

Die Quatre Nocturnes für Gesang und Klavier aus dem Jahr 1954 sind Kahns letzter Liederzyklus. In den Texten der vier Stücke sind die Sprachen aller Länder präsent, in denen er gelebt hat: Rondel (Tristan Corbière), Schlaflied (Johann Peter Worlet, ein Pseudonym für Kahn selbst), Les Djinns (Victor Hugo), Elegy (Percy B. Shelley). Die Atmosphäre dieser Nachtstücke ist melancholisch, manchmal auch gespenstisch wie im RondelLes Djinns nach Victor Hugo ist eine gigantische Virtuosennummer für beide Performer. Es bleibt in der Schwebe, ob es sich einfach um ein brillantes Horrorspektakel handelt, oder ob sich hinter diesen düsteren Klängen auch eine tiefe Lebensangst manifestiert. Umso ergreifender wirkt die darauffolgende Elegy, die den Zyklus abschliesst. Schlaflied existiert auch in einer früheren und einfacheren Fassung, dort mit einem Text von Hans Sahl. In den Nocturnes hat er dieses frühe Werk noch einmal erweitert und umgedeutet. Das Konzert gibt die ganz besondere Gelegenheit, die beiden Fassungen miteinander zu vergleichen. 

 

Weitere Informationen zu den KünstlerInnen: www.evanievergelt.ch/ www.tomasbaechli.ch

 

Eintritt: Fr. 25.- (reduziert/BabelKultur-Mitglieder: Fr. 20.-) 

Ticketvorverkauf (bis spätestens 14.4.): nur via info@babelkultur.ch (bitte nicht vergessen: Name/Adresse angeben, wie viel Tickets, welche Veranstaltung; Tickets werden an Kasse hinterlegt)

 


Mittwoch, 17. April 2024 um 19:30 Uhr

 

KOSMOLOGIE

Timon Boehm im Dialog mit Marco Berg

 

Dr. Dr. Timon Georg Boehm hat in Theoretischer Physik und in Philosophie promoviert. Er lehrte an der ETH und an der Zürcher Hochschule der Künste. Er ist Mitglied der Internationalen Nietzscheforschungsgruppe Stuttgart und Autor zahlreicher Bücher.

 

Dr. Marco Berg hat an der ETH Theoretische Physik studiert. Promotion in Umweltwissenschaften. Mitglied der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften. Zurzeit arbeitet er als Geschäftsführer der Stiftungen Klimarappen und KliK. Und er ist Lyriker.

 

Eintritt: Kollekte


Donnerstag, 25. April um 19:30 Uhr

 

Im Zweifelsfall weder noch!

 

Manès Sperber oder: Die fast schon beängstigende Aktualität eines großen europäischen Romanciers und Essayisten.

 

Mit Rudolf Isler und Martin Kunz. Vorgetragene Textstellen: Tiziana Jelmini.

 

Rudolf Isler vermittelt bekannte und weniger bekannte Einblicke in das bewegte Leben und das umfassende Werk von Manès Sperber. Tiziana Jelmini begleitet ihn mit kurzen Textstellen aus Sperbers Autobiographie und aus der Romantrilogie «Wie eine Träne im Ozean».

 

Im anschließenden Gespräch gehen Martin Kunz und Rudolf Isler der Frage nach, was einen fast schon vergessenen Schriftsteller 40 Jahre nach seinem Tod so aktuell macht. Dabei können nicht nur politische und geschichtliche Themen, sondern auch psychologische, philosophische, religiöse – und ja, sogar – Liebesfragen zur Sprache kommen.

 

Prof. Dr. Rudolf Isler war Dozent und Senatspräsident der Pädagogischen Hochschule Zürich und ist ausgewiesener Sperber-Experte. Er hat eine dreibändige Neuausgabe initiiert und ist selbst Herausgeber des zweiten Bandes, der Romantrilogie «Wie eine Träne im Ozean». Band 1 der Neuausgabe erschien im Januar 24, die Bände 2 und 3 im April 24.

 

 

Band 2

Wie eine Träne im Ozean

Ausgewählte Werke, Band 2

Manès Sperber

Editor: Rudolf Isler

ISBN: 978-3-85449-629-8

Sonderzahl Verlag


Mittwoch,

15. Mai 2024 um 20:15 Uhr

 

ENSEMBLE 5 featuring JACQUES DEMIERRE

 

Wednesday 4+1 Series

 

 

 

 

Heinz Geisser: Perkussion 

Fridolin Blumer: Kontrabass

Robert Morgenthaler: Posaune

 

 

Das Ensemble 5 um den Zürcher Schlagzeuger Heinz Geisser - international bekannt geworden durch seine Zusammenarbeit mit William Parker im Collective 4tet - besteht seit 2010 und hat eine eigene Sprache im Spannungsfeld zwischen Jazz und zeitgenössischer Musik entwickelt. 

 

Die mannigfaltigen Ausdrucksmöglichkeiten und das telepathische Interplay der drei Instrumentalisten unterschiedlicher musikalischer Herkunft bilden die Basis für die farbige und dynamische Musik, welche im Moment und an der Grenze zum Unbekannten entsteht. Die radikal freie Haltung der drei Musiker hat über die Jahre eine Schwarmintelligenz reifen lassen, welche nicht unberührt lässt. 

Seit 2014 veranstaltet das Ensemble 5 die Konzertreihe Wednesday 4+1 Series in der Werkstatt für improvisierte Musik, WIM Zürich. Gegen 90 gespielte Konzerte oft mit wechselnden Gästen haben sich im kollektiven Gedächtnis der Gruppe niedergesetzt und dessen Klangkosmos erweitert. 

Von 2010-2023 spielte das Ensemble 5 als Quartett mit dem Pianisten Reto Staub.

 

Das Ensemble 5 hat auf dem renommierten britischen Label Leo Records sieben vielbeachtete Alben veröffentlicht: The Summary of 4 (2014) und The Collective Mind (2019) wurden vom Magazin The New York City Jazz Record unter „Best Of The Year“ ausgezeichnet. 2013 und 2019 war die Gruppe in Japan auf Konzerttournee. 2023 erscheint das Album „All That Jazz“ mit Gastmusiker Christopher Dell auf Hat Hut Records.

 

 

Heinz Geisser (*1961 in Zürich) widmet sich seit den 90-er Jahren der improvisierten Musik und entwickelte dabei „eine hinreissende Meisterschaft“ (Zitat Jazzpodium). 

Geisser studierte klassische Gitarre und Perkussion am Konservatorium Zürich und hat sich über Jahre autodidaktisch mit dem Jazz beschäftigt. In der Folge eines längeren Aufenthalts in New York City arbeitete er ab 1992 im Collective 4tet mit William Parker, Mark Hennen und Jeff Hoyer und im Duo mit dem Pianisten Guerino Mazzola. 2006 entstand die Musikdoku „Teak Leaves at the Temples“ in Zusammenarbeit mit Filmregisseur Garin Nugroho und indonesischen Musikern. 2010 formierte er das Ensemble 5. 

Heinz Geisser konzertiert auf der ganzen Welt. Er hat über dreissig Alben für einschlägige Labels der improvisierten Musik produziert und mit vielen namhaften Musikern zusammengearbeitet.

 

Fridolin Blumer (*1984 in Zürich) ist seit 2008 stilistisch unabhängig als freischaffender Bassist tätig.

Seine Musik ist vom alltäglichen Leben inspiriert und er sucht nach illiteralen bzw. musikalischen Antworten auf die Fragen: Was sind wir und welche Tiefen der Leidenschaft, der Empfindung, der Wahrnehmung und des Denkens können wir erreichen?

Um eine persönliche und neue musikalische Grammatik zu entwickeln erforscht er die Tradition, aktuelle musikalische Strömungen, Groove/Zeit, Klang und die Spielweise des Basses in Bezug dazu.

Im Alter von acht Jahren begann er Cello zu spielen, mit 15 wechselte er zum Kontrabass und zum Jazz. Von 2003 bis 2008 studierte er an der Musikhochschule Basel, Abteilung Jazz.

 

Robert Morgenthaler (*1952 in Zäziwil i/E), Posaune und Komposition, ist ein international gefragter Freelancer, Solist und Improvisator. 

Er studierte am Konservatorium Zürich und an der Swiss Jazz School Bern. Seit Ende der 70-er Jahre führten ihn Tourneen in verschiedene Länder Europas, nach Afrika, Asien und USA. In manchen Musikstilen zu Hause ist er mit zahlreichen Jazzlegenden aufgetreten - von Mel Lewis zu Carla Bley und Lee Konitz bis zu Günter „Baby“ Sommer. 1994 gründete er die Band Roots of Communication, u.a. mit Erika Stucky. 

Robert Morgenthaler war von 1979 bis 2018 Dozent an der Hochschule für Musik und Theater in Bern.

Jacques Demierre (*1954 in Genf) studierte Klavier und Musiktheorie. Von der klassischen Musik gelangte er über Avantgarde Rock und Jazz früh zur freien Improvisation. In der Folge arbeitete er mit zahlreichen Exponenten der europäischen und US-amerikanischen Avantgarde. Als Komponist bewegt er sich als Grenzgänger an der Schnittstelle zwischen Notation und Improvisation und im Graubereich zwischen Jazz und zeitgenössisch neuer Musik.

 

Die Konstante seines Schaffens als Pianist, Komponist und Improvisator ist die immerwährende Suche nach einem Bewusstsein für den Klang, welches sich mitunter der evokativen Kraft der alltäglichsten Geräusche und der gesprochenen Sprache öffnet. Dies führt ihn zu einer transversalen Auffassung von Musik.

 

Jacques Demierre ist in vielen Ländern aufgetreten und seine Musik ist auf zahlreichen  Alben europäischer und US-amerikanischen Labels zu hören. 

2018 wurde er vom Bundesamt für Kultur mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet.

 

Link zu weiteren Informationen...

 

Mit freundlicher Unterstützung:


Donnerstag, 4. Juli 2024 um 21 Uhr

 

Das Atelier im Hotel Waldhaus in Sils-Maria

 

 

Die Zukunft von Religion. Philosophie und Theologie im Gespräch

 

Gottlos beten, zurück zum wahren Glauben, dem Heiligen neu gerecht werden – oder wird alles Spirituelle das Zeitliche segnen?

 

Ein Abend mit der interreligiösen Theologin Jasmine Suhner (Universitäten Zürich und Luzern) und dem Philosophen, Musiker und Autor Martin Kunz (Atelier für Kunst und Philosophie Zürich)

 

Reservation: 081 838 51 00


Wir verstehen unter Philosophieren lustvolles Nachdenken.

Und unter Kunst - im weitesten Sinne? Ich fand keine andere Alternative als das „Künstlerleben“, wenn man darunter so etwas wie unumschränkte Individuation verstehen will, das selbstverantwortete exploratorische Lebensunternehmen….Es geht immer um die Herbeiführung eines Entbrennens, um Momente des vollen Inneseins. (Paul Nizon.)

 

Was Kunst im engeren Sinne ist, versuchen wir immer wieder zu ergründen, indem wir künstlerisch tätig sind.


Wir knüpfen bei unseren Sehnsüchten an und verwandeln Scheinantworten in echte Fragen.


Wir denken nach über das, was uns angeht. Was andere Denker und Denkerinnen dazu gedacht haben. Und wir denken weiter. Und trinken dazu.

Wir sind weder Erbsenzähler noch Schamanen. Wir genießen es, uns mit den Gästen in Denkschlaufen zu verhaspeln und uns wieder daraus herauszuspinnen.

Wir sind keiner Schulmeinung verpflichtet, wir wissen nicht so genau, wie viele Götter es gibt, aber wir laden sie ein, uns zu inspirieren, falls sie nicht gerade verreist sind.

Wir lachen gerne. Aber wir meinen es ernst.

Martin Kunz und Markus Huber

 

Abonnieren Sie oben unsern Newsletter. Auch über andere Mitteilungen von Ihnen freuen wir uns.



Kontakt

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Rückblicke



 

 

Atelier für Kunst und Philosophie / Albisriederstraße 162 / 8003 Zürich / 079 430 97 14 / Email

Website über den Künstler und Philosophen Martin Kunz