Wir verstehen unter Philosophieren lustvolles Nachdenken. Und was ist mit der Kunst? Lesen Sie ganz unten weiter...


Das Programm

 


Institut Stimmkunst kommt nach Unterägeri



Samstag, 10. Dezember 2022 um 18 Uhr 

 

Die Tanne grünt auch im Winter

Herzliche Einladung zu einem Adventsevent

 

Eingebettet in ein dreigängiges Menü, zubereitet von Anatina Kunz, singen Sängerinnen und Sänger Adventslieder aus aller Welt, nämlich

 

Charlotte Whittle, Schottland

Louise Martyn, Irland

Eddie Garner Baltimore, USA

Jean Paul Ballerini, Italien

Johanna Fiskaali, Finnland

 

Der Cellist Hadlaub Pfenninger spielt Unvergängliches, begleitet von Martin Kunz am Klavier.  Vera Wenkert, der das Konzept zu verdanken ist, wird uns auch dieses Jahr durch den Abend führen.

 

Mit Anmeldung per sms an: +41 79 430 97 14 

Kosten pauschal: CHF / Euro 50


Where's Africa: That Hat

 

Mittwoch, 16. 11. 2022, 20:30 Uhr

Samstag, 17.12.2022, 20:30 Uhr

 

 

 

 

Omri Ziegele Altsaxophon, Nai, Stimme

Yves Theiler Keyboards

Dario Sisera Schlagzeug, Perkussion

 

Nach erfolgreichen ersten zwei Jahren werden unsere regelmässigen Konzerte im Atelier für Kunst & Philosophie weitergeführt, etwas für Grossohrige, Hüpfende...

  mit Gast Christoph Irniger Tenorsax


DAS ATELIER ALS RESTAURANT mit MARIA BERTI

 

vom 27. bis 30. Dezember und am 7. und 8. Januar 2023

Bar jeweils ab 16 Uhr

 

 

 

 

FOOD COOKED BY FISHERMEN & FRIENDS

ACCOMPANIED BY MUSIC AND OUR FLOHMIMARKET

Reservation unter 077 411 22 41


Donnerstag, 5. Januar 2023 um 19:30 Uhr

 

Martin Kunz im Gespräch mit  Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker an der Universität Zürich 

 

 

Glanz und Elend des Kapitalismus

 

Der Kapitalismus ist das eigentliche Betriebssystem der Welt. Ihm sind bedeutende Innovationen zu verdanken. Der Lebensstandard in den Industriestaaten ist so hoch wie noch nie in der Geschichte der Menschheit.

 

Trotzdem haben wir ein ungutes Gefühl. Die Ungleichheit nimmt weltweit zu. Die Wirtschaftsmacht liegt in den Händen weniger Organisationen und Individuen. Die soziale Marktwirtschaft, wie sie noch vor ein paar Jahrzehnten von Liberalen vertreten wurde, ist einem aggressiven Finanzkapitalismus gewichen. Der Klimawandel ist eine direkte Folge unseres Tuns. Die Menschheit ist in ihrer Existenz bedroht.

 

Wie könnte ein Wandel der Ökonomie und damit unserer Lebensweise aussehen?

 

Prof. Tobias Straumann lehrt Wirtschaftsgeschichte an der Universität Zürich. Sein Forschungsinteresse gilt vor allem der europäischen Geld- und Finanz- und der schweizerischen Wirtschaftsgeschichte. Er schreibt regelmässig für die Kolumne «Geld & Geist» in der NZZ am Sonntag.

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Das nächste Gespräch:

Mittwoch, 15. Februar um 19:30 Uhr mit Timon Georg Boehm

DAS SEIN ZUM TODE. Nachdenken mit Martin Heidegger über die Relevanz des Todes für das eigene Leben.

 

 


Salon Julien geht weiter:

 

16. Januar 2023 um 19:30 Uhr

20. Februar 2023 um 19:30 Uhr

06. März 2023 um 19:30 Uhr

03. April 2023 um 19:30 Uhr

08. Mai 2023 um 19:30 Uhr

05. Juni 2023 um 19:30 Uhr

03. Juli 2023 um 19:30 Uhr

 

Salon Jullien

 

Wir laden herzlich ein zu Lektüre und Diskussion des jüngsten Werks des französischen Philosophen und Sinologen François Jullien. Er stellt sich darin die Frage, wie ein "zweites Leben" als Fortsetzung des alten Lebens zu denken ist. Dabei geht es Jullien eher um einen neuen Anlauf als um platonische Reduktion auf Weisheit und keineswegs um einen Ratgeber für ein Leben nach der goldenen Mitte.

 

"Wir gehen auf Abstand zu den Scheingefechten des Lebens und entdecken andere Inhalte", schreibt Ursula Renz in der NZZ. Um solcherart Entdeckungen soll es im Salon Jullien gehen. Kapitel für Kapitel, offen und humorvoll, wollen wir uns diesen Text lesend erschließen, das Gelesene beleuchten und diskutieren.

 

Voraussetzung: Lektüre von Julliens "Ein zweites Leben", (Passagen Verlag) Offenheit und Neugier auf die Lesarten der anderen.

 

Moderation: Alice Grünfelder, Sinologin, Germanistin, Übersetzerin und Schriftstellerin


Samstag, 21. Januar 2023

19:30 Uhr

 

Gefangen im Jasmin

Celan / Vivier

 

THEMA

Hier treffen zwei Künstler aufeinander, die sich zwar nicht gekannt haben, aber gleichzeitig in Paris gelebt und gewirkt haben und die eine starke Seelenverwandtschaft miteinander verbindet. Sowohl die Lyrik von Paul Celan, als auch die Musik Claude Viviers sind stets auf der Suche nach Wahrheiten, verborgen im Dickicht der eigenen Gedanken und stark geprägt von der eigenen Biographie. Obwohl beide ihr Leben lang gefangen waren von ihrer Lebensgeschichte, haben sie davon losgelöste Kunst in Reinform kreiert.

 

PROGRAMM

1. Teil

Claude Vivier (1948–1983)

Pièce pour Flûte et Piano (1975)

 

Paul Celan (1920–1970)

Auf nächtlicher Flur – Sonnenwende

Claude Vivier

Paramirabo (1978)

für Flöte, Violine, Violoncello und Klavier

 

Paul Celan

Hieroglyphe – Im Regen – Jenseits

Claude Vivier

Pièce pour Violon et Piano (1975)

 

2. Teil

Paul Celan

Lebenslied – Müdigkeit

Claude Vivier

Ojikawa (1968)

für Sopran, Klarinette und Schlagzeug

 

3. Teil

Claude Vivier

Pièce pour Violoncelle et Piano (1975)

Paul Celan

Aus der Zeit – Zwischenspiel

Claude Vivier

Pulau Dewata (1972)

für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

Paul Celan

Auch mich

 

BESETZUNG

Irina Ungureanu (Sopran)

Riccarda Caflisch (Flöte)

Manfred Spitaler (Klarinette)

David Sontòn Caflisch (Violine)

Christian Hieronymi (Violoncello)

Asia Ahmetjanova (Klavier)


Freitag, 27. Januar 2023 um 20 Uhr

 

Blasnost

 

Das Zürcher Sextett Blasnost hat eine Schwäche für zoologisch inspirierte Titel, frei nach dem Motto «Keine Ohrwürmer für Angsthasen!» - ein eigenwilliger und schräger Mix aus Jazz, Improvisation und Banda-Musik, der auch vor schwülstigen Tangos und kettenrasselndem Knastblues nicht halt macht.

 

Flavio Spirgi (Tuba, Komposition), Flavio Rohner (Altsaxofon, Flöten, Komposition), Roger Nickl (Trompete), Bill Gilonis (Bassklarinette), Martin Carl (Naturhorn), Dani Wacker (Bariton- und Bass-Saxofon)


Mittwoch, 15. Februar um 19:30 Uhr

 

Martin Kunz im Gespräch mit Timon Georg Boehm

 

Das Sein zum Tode.

Nachdenken mit Martin Heidegger über die Relevanz des Todes für das eigene Leben.

 

«Der Tod als Ende des Daseins ist die eigenste, unbezügliche, gewisse und als solche unbestimmte, unüberholbare Möglichkeit des Daseins.» «Das Vorlaufen erweist sich als Möglichkeit des Verstehens des eigensten äußersten Seinkönnens, das heißt als Möglichkeit

eigentlicher Existenz.» (Sein und Zeit).

 

Wir werden uns mit unseren Gästen dem Rätsel des Todes und seiner Ausweglosigkeit stellen.

 

Dr. Dr. Timon Georg Boehm hat in Theoretischer Physik und in Philosophie promoviert. Er lehrte an der ETH und an der Zürcher Hochschule der Künste. Er ist Mitglied der Internationalen Nietzscheforschungsgruppe Stuttgart und Autor zahlreicher Bücher.


Donnerstag, 23. Februar um 19:30 Uhr

 

Martin Kunz im Gespräch mit Jasmine Suhner, Dozentin an den Universitäten Zürich und Luzern


Donnerstag, 09. März 2023 um 19:30 Uhr

 

 

SONJA INDIN & BAND

AND THEN SHE WROTE- POETRY GOES JAZZ

 

„And then I wrote“ nach dem Standard von George Shearing. Worte oder Noten niederschreiben...

 

Im Projekt von Sonja Indin entstehen dabei Stücke um den thematischen Kern der Mutterrolle, im Spannungsfeld von gesellschaftlichen Erwartungen. Die Art wie Sonja Indin feminine Attribute und Stereotypen in Musik übersetzt, überrascht dabei... klingt so vielleicht feministisch inspirierter Jazz?

 

Bei ihrem letzten Projekt hat sie sich mit Gedichten von Kurt Tucholsky und deren Vertonungen befasst. Nun wendet Sonja Indin sich weiblichen Dichterinnen zu und interpretiert deren Poesie mit jazzigen Klängen. Poetry goes Jazz!

 

Im Projekt kombiniert Sonja Indin Poesie mit Jazz- Harmonik. Zu hören sind mondäne Melodien, Dichtkunst und eine groovige Band. Und natürlich: pikante Poesie. Die Lyrikerin Elma Mitchell hat in „This Poem... is dangerous“ eine schöne Warnung formuliert. Niemand sei immun gegenüber Gedichten... „words can seriously effect your heart!“

 

Sonja Indin: Gesang, Komposition

Roman Tulei: Klavier, Komposition

Fridolin Blumer: Kontrabass

Peter Breibisch: Schlagzeug

Victoria Mozalevskaya: Saxophon - Special Guest

 

Kompositionen aus der Feder von Sonja Indin: Songs übers Wachsen, Werden und Wünschen. Einige Lieder sind aus der Perspektive der Mutter und Sängerin verfasst. Songs über grenzenlose Liebe und übers Grenzen Erfahren in der Erfüllung der Mutterrolle. Sonja Indin hat Glücksgefühle in Melodien festgehalten, aber auch versucht, den Zustand der Überforderung zu vertonen. Neu ist, dass eine Mutter über Episoden der Elternschaft sinniert und dabei Songs darüber entstehen!

 

„Expecting you- accepting you!... Sonja Indins Songversprechen für ihre Kinder komponiert. Die Eigenkomposition „Take good care- live to the limits“ widmet sich dem Paradoxon sich selber Sorge zu tragen und gleichzeitig in vollen Zügen leben zu wollen. „It all seems like nothing at all“ mäandert zwischen Rock Groove und Walking Bass. So klingt der alltägliche Spagat Elternpflichten mit Leichtigkeit zu meistern: ein Kunststück, das nicht immer gelingt.

 

„Sometimes it‘s hard being a mom“ ist ein ehrliches Stück der Sängerin, kontrastierend zum idealisiertem Mutterbild. Das Rabenmutter Klischee wird mit der nötigen Dosis Humor und Ironie begraben und das Imperfekte zum Normalzustand. „Clean the floor and buy some milk- never time to dress in silk...“ singt Sonja Indin in „It all seems like nothing at all“.

 

Drei Kompositionen des schweizer Saxophonisten George Robert (1960- 2016) hat Sonja Indin mit Texte versehen und mit der Band neu arrangiert. Darunter: „Rainbow“ - ein Lied von der flüchtigen Naturkraft, „Vers la fin de l’hiver (A Day in Paris)“ und „Mom‘s Song“- eine Ode an Mütter, die meist die Care- Work übernehmen. 

 

 

Auswärts! Nicht im Atelier, sondern im Hotel Beatus in Merligen am Thunersee

 

Dienstag, 18. April 2023 um 21 Uhr

Lesen?

 

Mit Nicola Steiner, Martin Kunz und Urs Heinz Aerni

 

Das Wort «Lesen» kann mit einem Buchstabenaustausch auf «Leben» ändern. Schlussfolgerung? Das eine kann das andere beeinflussen. Doch zum Besseren? Die Kunst der Schrift förderte die Aufklärung, löste Reformen und Revolutionen aus und ist ein Mittel der Propaganda. Dass das Lesen auch ein Lebensgenuss sein kann, darin sind sich unsere beiden Gäste einig.

 

Nicola Steiner, Gastgeberin in der Sendung «Literaturclub» auf SRF und 3sat.

Martin Kunz, Philosoph, Autor und Pianist.

Urs Heinz Aerni, Autor, Kulturvermittler, Vogelbeobachter und Journalist.

 

Infos und Reservation: Hotel Beatus Merligen, lmkt@beatusermitage.ch

https://www.beatus.ch/media/3081882/hb_kulturprogramm_2022_zickzack_rz_web.pdf


Wir verstehen unter Philosophieren lustvolles Nachdenken.

Und unter Kunst - im weitesten Sinne? Ich fand keine andere Alternative als das „Künstlerleben“, wenn man darunter so etwas wie unumschränkte Individuation verstehen will, das selbstverantwortete exploratorische Lebensunternehmen….Es geht immer um die Herbeiführung eines Entbrennens, um Momente des vollen Inneseins. (Paul Nizon.)

 

Was Kunst im engeren Sinne ist, versuchen wir immer wieder zu ergründen, indem wir künstlerisch tätig sind.


Wir knüpfen bei unseren Sehnsüchten an und verwandeln Scheinantworten in echte Fragen.


Wir denken nach über das, was uns angeht. Was andere Denker und Denkerinnen dazu gedacht haben. Und wir denken weiter. Und trinken dazu.

Wir sind weder Erbsenzähler noch Schamanen. Wir genießen es, uns mit den Gästen in Denkschlaufen zu verhaspeln und uns wieder daraus herauszuspinnen.

Wir sind keiner Schulmeinung verpflichtet, wir wissen nicht so genau, wie viele Götter es gibt, aber wir laden sie ein, uns zu inspirieren, falls sie nicht gerade verreist sind.

Wir lachen gerne. Aber wir meinen es ernst.

Martin Kunz und Markus Huber

 

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Website über den Künstler und Philosophen Martin Kunz