Wir verstehen unter Philosophieren lustvolles Nachdenken. Und was ist mit der Kunst? Lesen Sie ganz unten weiter...


Das Programm

 


Samstag, 25. Juni 2022 am Abend um 19:30 Uhr

 

"Nimmer will ich dich verlieren“

Marianne von Willemer und Johann Wolfgang von Goethe

 

Die Geschichte einer Liebe in Wort und Musik

 

„Es gibt kein Vergangenes, das man zurücksehnen dürfte. Es gibt nur ein ewig Neues, das sich aus den erweiterten Elementen des Vergangenen gestaltet und die echte Sehnsucht muss stets produktiv sein, ein neues Besseres zu erschaffen.“ (Goethe)

 

Dass gerade die Begegnung zwischen zwei Menschen „etwas Besseres erschaffen“ kann, zeigt die Beziehung zwischen dem Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Marianne von Willemer, einer künstlerisch hochbegabten Frau. Wie problematisch diese Begegnung - vor allem für sie - auch gewesen sein mag, sie inspiriert den Dichter zu seinem Zyklus der Gedichte über Suleika im „West-östlichen Divan“, und der einzigartige dichterische Dialog mit Marianne von Willemer geht so weit, dass Goethe ihre Gedichte in eben diesen Zyklus aufnimmt.

 

Gedichte von Marianne von Willemer und Johann Wolfgang von Goethe werden in Vertonungen von Robert Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Hugo Wolf und Franz Schubert präsentiert.

 

Der dramaturgische Verlauf des Programms wird durch ausgewählte Briefe und Gedichte von Johann Wolfgang von Goethe und Marianne von Willemer sowie durch verbindende Texte bestimmt.

 

Konzeption und Texte: Bärbel Béela Müller

Ausführende:
Bärbel Béela Müller, Gesang

Dagmar Tuschy-Nitsch, Rezitation

Fred Rensch, Klavier

 

 

 


Montag, 27. Juni 2022 um 19:30 Uhr

 

Buchpräsentation

"Lebendige Wahrheit", Gedichte mit Ölbildern von Nana Pernod

 

Die Autorin Nana Pernod im Gespräch mit Urs Heinz Aerni

 

Die Gedichtsammlung »Lebendige Wahrheit« behandelt ein Grundthema von Nana Pernod, das sie in den Metaphern der Natur widergespiegelt sieht. Das Lebendige birgt einen Anspruch, der lineare Erklärungsmuster verbietet. Alles Arbeiten am Lebendigen, sei es an der Landschaft, mit Pflanzen, Tieren oder Menschen, nähert sich an etwas an, das seine ureigenen, nicht gänzlich entschlüsselbaren Gesetze hat. Die eigene Wahrnehmung und die eigenen Handlungen führen also nur bedingt ans Ziel, vermögen es aber doch zu umreißen. Das Lebendige ist wandelbar und deshalb ist es auch der Blick darauf. Arbeit am Lebendigen heißt so auch Arbeit an der Wahrheit, die dieselben Züge trägt. Die Ölbilder spiegeln in den Farbübergängen und unscharfen Konturen, ihrer Abstraktion die Arbeit am Lebendigen, die sich mit der jeweils individuellen Sichtweise verändert und neu definiert. Die Wahrheit so dargestellt ist lebendig - sie verändert sich mit der Perspektive dessen, der sie für sich beansprucht.

 

Nana Pernod, geboren 1971, ist Kunsthistorikerin, Malerin und Lyrikerin. Sie arbeitet auch als Redaktorin und Dozentin. Ihre erste Lyrikpublikation erfolgte an der Universität Genf, wo sie französische Lyrik veröffentlichte. Es folgte später das Buch »Blutend leicht, menschlich Herz«, ein Gedichtzyklus zu einer Bildserie des Schweizer Malers Ferdinand Seiler. 2017 erschien ihr Gedichtband »Mehr Wind, mehr Liebe. Südtiroler Wortböen«. Nana Pernod lebt und arbeitet in Zürich.

Webseite www.nanapernod.ch

 

Kollekte / Buchverkauf und Signierung

 


Sonntag, 3. Juli 2022 um 17:00 Uhr

Animétrio

Angelika Som, Violine

Anna Heusler, Violoncello

Noëmi Rueff, Klavier

Sara Maurer, Gesang

 

Kennst du noch die irren Lieder aus der alten, schönen Zeit? (Eichendorff)

 

Reisen Sie mit uns durch die romantischen Welten der Volksweisen.

Von Prag und Wien über Paris bis nach Barcelona spürten große Komponisten dem Charme der Lieder aus dem Volk nach – mal melancholisch, mal dramatisch und immer berührend. Wir spielen

Werke von Dvořák, Suk, Beethoven, Ravel, Saint-Saëns, de Falla, Granados...


04. Juli 2022 um 19:30 Uhr

22. August 2022 um 19:30 Uhr

26. September 2022 um 19:30 Uhr

31. Oktober 2022 um 19:30 Uhr

28. November 2022 um 19:30 Uhr

 

Salon Jullien

 

Wir laden herzlich ein zu Lektüre und Diskussion des jüngsten Werks des französischen Philosophen und Sinologen François Jullien. Er stellt sich darin die Frage, wie ein "zweites Leben" als Fortsetzung des alten Lebens zu denken ist. Dabei geht es Jullien eher um einen neuen Anlauf als um platonische Reduktion auf Weisheit und keineswegs um einen Ratgeber für ein Leben nach der goldenen Mitte.

 

"Wir gehen auf Abstand zu den Scheingefechten des Lebens und entdecken andere Inhalte", schreibt Ursula Renz in der NZZ. Um solcherart Entdeckungen soll es im Salon Jullien gehen. Kapitel für Kapitel, offen und humorvoll, wollen wir uns diesen Text lesend erschließen, das Gelesene beleuchten und diskutieren.

 

Voraussetzung: Wenn möglich Lektüre von Julliens "Ein zweites Leben" (Passagen Verlag). Und unbedingt:  Offenheit und Neugier auf die Lesarten der anderen.

 

Moderation: Alice Grünfelder, Sinologin, Germanistin, Übersetzerin und Schriftstellerin


Dienstag, 5. Juli um 19:30 Uhr

 

Das Andere der Vernunft

 

Was ist mit dem Irrationalen, dem Alogischen, der Natur? Was mit unserem Leib, der Phantasie und den Emotionen? Spätestens seit der Psychoanalyse wissen wir, dass wir das Andere nicht mehr abspalten, sondern integrieren sollten. Wie gelingt das?

 

Philosophieren mit Markus Huber und Martin Kunz

 

Eintritt: Kollekte


Freitag, 8. Juli 2022 um 19:30 Uhr

 

The Priscillas - die Première!

 

Das Duo spielt poppige Eigenkompositionen der Sängerin und eigenwillig arrangierte Songs von Elvis, von dem die Pianistin als Elfjährige ein grosser Fan war.

 

Dazu improvisieren die beiden Frauen mal tiefgründig, mal mit einem Augenzwinkern und verleihen ihrem Spiel so einen unmittelbaren Touch.

 

Elvis und Priscilla mögen sich 1973 geschieden haben. The Priscillas aber leben weiter, oder besser:

Sie fangen erst an!

Helen Iten, voc

Manuela Keller, piano

 


 

Sonntag, 10. Juli 2022 um 11:00 Uhr

 

 

Heinz- Christian Andersohn, in Kärnten geboren, Student der Philosophie an der Universität Klagenfurt, dortselbst dann vier Jahre Medienbeauftragter, später selbständiger Messe- und Kongressorganisator, gegenwärtig avanciert zum eidgenössisch diplomierten Fensterputzer, wohnhaft in Santa Maria Calanca rezitiert aus seinem hundertfältigen Fundus memorierter Verse

 

philosophische Gedichte

 

zumeist heiterer Natur von Wilhelm Busch, Fred Endrikat, Christian Morgenstern, Friedrich Nietzsche. Ferner hören wir Gedichte von Matthias Claudius, Eugen Roth, Christine Lavant und Ingeborg Bachmann. Und spontan vielleicht noch was von Otto Sommerstorf und Konsorten. Und das einzige erhaltene Gedicht von Robert Musil. In unabsehbarer Reihenfolge.

 

Mit Kaffee und Hörnchen, Croissants oder Kipferln.

Das Bild stammt aus dem Jahre 2013, in der SRF-Sendung "Aeschbacher"

 


Donnerstag, 18. August 2022 um 19:30 Uhr

 

Anicia Kohler, Klavier

Konzert und Lesung

 

Was haben ein Opernsängerin aus Los Angeles und ein Gebärdenrapper aus der Schweiz gemeinsam? Eine Klimaaktivistin und ein Förster, eine Jazzharfenistin und ein Jodlerklubsänger? Erstaunlich viel. Dies stellte die Berner Pianistin Anicia Kohler im Verlauf ihres aktuellen Projekts fest, das sie sich als selbstdisziplinarische Maßnahme im ersten Lockdown auferlegt hatte, sich aber rasch verselbständigte.

Sie führte 27 Gespräche mit Menschen aus aller Welt – Gespräche ohne strikten Leitfaden, einfach von Mensch zu Mensch. Und trotzdem tauchten große Themen wie Toleranz, Integration oder die gesellschaftliche Verantwortung von Kunst immer wieder auf.

Kohler sammelte die berührendsten Aussagen ihrer Gesprächspartner*innen und schrieb dazu Musik für Klavier, die sich zwischen zeitgenössischer klassischer Musik, minimal music und Jazz im weitesten Sinne bewegt.

 

Die Wände hoch aufs Dach (Buch)

27 Gespräche über Natur, Kunst und Zuhausesein

Songs vom Dach (CD)

9 Stücke für echte und gesampelte Klaviere

 

www.aniciakohler.ch 

Fotocredit: Karin Salathé


04. Juli 2022 um 19.30 Uhr

22. August 2022 um 19:30 Uhr

26. September 2022 um 19:30 Uhr

31. Oktober 2022 um 19:30 Uhr

28. November 2022 um 19:30 Uhr

 

Salon Jullien

 

Wir laden herzlich ein zu Lektüre und Diskussion des jüngsten Werks des französischen Philosophen und Sinologen François Jullien. Er stellt sich darin die Frage, wie ein "zweites Leben" als Fortsetzung des alten Lebens zu denken ist. Dabei geht es Jullien eher um einen neuen Anlauf als um platonische Reduktion auf Weisheit und keineswegs um einen Ratgeber für ein Leben nach der goldenen Mitte.

 

"Wir gehen auf Abstand zu den Scheingefechten des Lebens und entdecken andere Inhalte", schreibt Ursula Renz in der NZZ. Um solcherart Entdeckungen soll es im Salon Jullien gehen. Kapitel für Kapitel, offen und humorvoll, wollen wir uns diesen Text lesend erschließen, das Gelesene beleuchten und diskutieren.

Voraussetzung: Lektüre von Julliens "Ein zweites Leben", (Passagen Verlag) Offenheit und Neugier auf die Lesarten der anderen.

 

Moderation: Alice Grünfelder, Sinologin, Germanistin, Übersetzerin und Schriftstellerin


Freitag, 26. August 2022 um 19:30 Uhr

 

Konzert mit KASBEK

"Immer no Nacht"

Mit David Bircher (Gesang, Klavier, Synthesizer) und Michael Wernli (Gesang, Gitarren, Bass, Schlagzeug)

 

2018 haben David Bircher und Michael Wernli das kaukasische Gebirge bestiegen und versuchten erste akustische Wellen in die Welt hinauszusenden. Die Wetterlage war überraschend gut und ihre Tüfteleien landeten auf direktem Weg im schweizerdeutschen Sprachraum. Unter dem Titel "Fernwärmi" wurden sie 2020 in Songform gebracht.

Nach den drei Vorab-Singles "Sternbutzer", Numenowiiss" und "Schimmer" releast

KASBEK mit "Immer no Nacht" nun ihr zweites Album. Dazu gesellen sich acht weitere Songs, die den sympathisch-akustischen Wohnzimmergroove des Debuts allesamt mit großräumigen Synthis und dunkel-weichen Drumpatterns weiterspinnen. Geblieben sind der hoffnungsvoll-positive Blick auf die Welt und die Lust, über den Horizont hinaus zu musizieren. Live bald in Bandform mitsamt Rhyhtmusgruppe!

Link: KASBEK im Web

 


04. Juli 2022 um 19.30 Uhr

22. August 2022 um 19:30 Uhr

26. September 2022 um 19:30 Uhr

31. Oktober 2022 um 19:30 Uhr

28. November 2022 um 19:30 Uhr

 

Salon Jullien

 

Wir laden herzlich ein zu Lektüre und Diskussion des jüngsten Werks des französischen Philosophen und Sinologen François Jullien. Er stellt sich darin die Frage, wie ein "zweites Leben" als Fortsetzung des alten Lebens zu denken ist. Dabei geht es Jullien eher um einen neuen Anlauf als um platonische Reduktion auf Weisheit und keineswegs um einen Ratgeber für ein Leben nach der goldenen Mitte.

 

"Wir gehen auf Abstand zu den Scheingefechten des Lebens und entdecken andere Inhalte", schreibt Ursula Renz in der NZZ. Um solcherart Entdeckungen soll es im Salon Jullien gehen. Kapitel für Kapitel, offen und humorvoll, wollen wir uns diesen Text lesend erschließen, das Gelesene beleuchten und diskutieren.

Voraussetzung: Lektüre von Julliens "Ein zweites Leben", (Passagen Verlag) Offenheit und Neugier auf die Lesarten der anderen.

 

Moderation: Alice Grünfelder, Sinologin, Germanistin, Übersetzerin und Schriftstellerin


04. Juli 2022 um 19.30 Uhr

22. August 2022 um 19:30 Uhr

26. September 2022 um 19:30 Uhr

31. Oktober 2022 um 19:30 Uhr

28. November 2022 um 19:30 Uhr

 

Salon Jullien

 

Wir laden herzlich ein zu Lektüre und Diskussion des jüngsten Werks des französischen Philosophen und Sinologen François Jullien. Er stellt sich darin die Frage, wie ein "zweites Leben" als Fortsetzung des alten Lebens zu denken ist. Dabei geht es Jullien eher um einen neuen Anlauf als um platonische Reduktion auf Weisheit und keineswegs um einen Ratgeber für ein Leben nach der goldenen Mitte.

 

"Wir gehen auf Abstand zu den Scheingefechten des Lebens und entdecken andere Inhalte", schreibt Ursula Renz in der NZZ. Um solcherart Entdeckungen soll es im Salon Jullien gehen. Kapitel für Kapitel, offen und humorvoll, wollen wir uns diesen Text lesend erschließen, das Gelesene beleuchten und diskutieren.

Voraussetzung: Lektüre von Julliens "Ein zweites Leben", (Passagen Verlag) Offenheit und Neugier auf die Lesarten der anderen.

 

Moderation: Alice Grünfelder, Sinologin, Germanistin, Übersetzerin und Schriftstellerin


04. Juli 2022 um 19.30 Uhr

22. August 2022 um 19:30 Uhr

26. September 2022 um 19:30 Uhr

31. Oktober 2022 um 19:30 Uhr

28. November 2022 um 19:30 Uhr

 

Salon Jullien

 

Wir laden herzlich ein zu Lektüre und Diskussion des jüngsten Werks des französischen Philosophen und Sinologen François Jullien. Er stellt sich darin die Frage, wie ein "zweites Leben" als Fortsetzung des alten Lebens zu denken ist. Dabei geht es Jullien eher um einen neuen Anlauf als um platonische Reduktion auf Weisheit und keineswegs um einen Ratgeber für ein Leben nach der goldenen Mitte.

 

"Wir gehen auf Abstand zu den Scheingefechten des Lebens und entdecken andere Inhalte", schreibt Ursula Renz in der NZZ. Um solcherart Entdeckungen soll es im Salon Jullien gehen. Kapitel für Kapitel, offen und humorvoll, wollen wir uns diesen Text lesend erschließen, das Gelesene beleuchten und diskutieren.

Voraussetzung: Lektüre von Julliens "Ein zweites Leben", (Passagen Verlag) Offenheit und Neugier auf die Lesarten der anderen.

 

Moderation: Alice Grünfelder, Sinologin, Germanistin, Übersetzerin und Schriftstellerin


Wir verstehen unter Philosophieren lustvolles Nachdenken.

Und unter Kunst - im weitesten Sinne? Ich fand keine andere Alternative als das „Künstlerleben“, wenn man darunter so etwas wie unumschränkte Individuation verstehen will, das selbstverantwortete exploratorische Lebensunternehmen….Es geht immer um die Herbeiführung eines Entbrennens, um Momente des vollen Inneseins. (Paul Nizon.)

 

Was Kunst im engeren Sinne ist, versuchen wir immer wieder zu ergründen, indem wir künstlerisch tätig sind.


Wir knüpfen bei unseren Sehnsüchten an und verwandeln Scheinantworten in echte Fragen.


Wir denken nach über das, was uns angeht. Was andere Denker und Denkerinnen dazu gedacht haben. Und wir denken weiter. Und trinken dazu.

Wir sind weder Erbsenzähler noch Schamanen. Wir genießen es, uns mit den Gästen in Denkschlaufen zu verhaspeln und uns wieder daraus herauszuspinnen.

Wir sind keiner Schulmeinung verpflichtet, wir wissen nicht so genau, wie viele Götter es gibt, aber wir laden sie ein, uns zu inspirieren, falls sie nicht gerade verreist sind.

Wir lachen gerne. Aber wir meinen es ernst.

Martin Kunz und Markus Huber

 

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Website über den Künstler und Philosophen Martin Kunz