Wir verstehen unter Philosophieren lustvolles Nachdenken. Und was ist mit der Kunst? Lesen Sie ganz unten weiter...


Das Programm

 


Dienstag, 25. Januar um 19:30 Uhr
Aufgewühlt 
Autobiographisches Schreiben unter besonderen Umständen
Zora del Buono im Gespräch mit Martin Kunz

 Sonntag, 6. Februar 2022, 17 Uhr

„Casanovas Bekehrung“

(Zürich 1760, Casanova will ins Kloster Einsiedeln eintreten)

 

Um das Jahr 1789 begann Casanova in seinem Altersrefugium auf Schloss Dux in Böhmen seine „L’histoire de ma vie“ auf mehreren Tausend Seiten Papier niederzuschreiben, jahrelang. Aus diesem riesigen Oeuvre hat sich der junge Hermann Hesse eine Episode herausgepickt, die sich in Fürstenberg (Donaueschingen) und in der nahen Schweiz ereignet hat. Hesse hält sich ziemlich ans Original und schmückt die Geschichte fantasievoll und detailreich aus. Diese höchst vergnügliche Erzählung wird mit kurzen Musikstücken aus Mozarts Oper „Don Giovanni“ „garniert“, deren Premiere in Prag im Herbst 1787 Casanova miterlebt hat.

 

Ausführende sind: Hilmar Lippert (Konzept und Sprecher, Niklas Raggenbass (Sprecher) und Andrea Wiesli (Klavier)

 

 

Programm:

 

Flucht aus Stuttgart,  Aufatmen in Fürstenberg, die ältere Wirtstochter

 

Musik: Menuett aus der Ballszene

 

Die jüngere Wirtstochter und kleine Amouren mit den beiden hübschen Blonden

 

Musik: Duo „Oh ihr Mädchen, zur Liebe geboren“

 

Abschied und Fahrt nach Zürich, Casanova denkt über sein Leben nach

 

Musik: Trio: „Oh Herz hör auf zu schlagen“

 

Wanderung am Zürichsee entlang und weiter nach Einsiedeln

 

Musik: Allegro aus der Tafelszene

 

Begegnung mit dem Abt und Tafelfreuden im Kloster

 

Musik: Allegretto aus der Tafelszene

 

Nach Tisch eine lange, lange Beichte

 

Musik: (Sünden-)Register-Arie „Schöne Donna, dies genaue Register“

 

Gedanken ans Mönchwerden, Rückkehr nach Zürich und ein Konzert

 

Musik:  Arie „Ein Band der Freundschaft“

 

Casanova zählt die Tage bis zum Klostereintritt, doch dann …

 

Musik: Champagner-Arie „Auf denn zum Feste“

 

 

 


Freitag, 11. März 2022 um 19:30 Uhr

Einführung um 19:00 Uhr

 

Vom Kleinen und Großen

 

DER KLEINE PUNKT

 

Konzert mit ö!

Ensemble für Neue Musik

 

 

 

Als die Raumsonde Voyager 1 vor wenigen Jahren das Einflussgebiet unserer Sonne verliess und langsam in den interstellaren Raum hineinflog, nachdem sie in den 70-er Jahren die Erde verliess, wurde bewusst, dass die Menschen keinen Einfluss mehr auf sie haben werden und sie sich selbst überlassen ist. In den Momenten kurz davor schickte sie ein letztes Bild zurück auf die Erde. Neben tausenden von Lichtpünktchen war noch ein ganz kleiner blauer Punkt auszumachen, eben unsere Erde. Dieses Programm zoomt wieder ganz nahe zurück auf unsere kleine Welt und bringt einerseits spielerisch intime Werke zum Klingen andererseits betörend nachdenkliche.

 

Programm:

 

Alfred Knüsel (*1941)

Schatten (2019) 10’

für Flöte, Klavier, Violine und Violoncello

 

Hugo Reis (*1981)

O Horizonte de uma Borboleta (2014) 8’

für Flöte, Violine und Klavier

 

Jing Yang (*1963)

Cello-Concerto Totentanz (2017) 9’

für Violoncello und fünf Begleiter

 

Martin Jaggi (*1978)

Enga (2018) 12’

für Bassflöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

 

Stefanie Haensler (*1986)

Im Begriffe (2016) 10’ für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

 

Besetzung:

Riccarda Caflisch, Flöte

Manfred Spitaler, Klarinette

David Sontòn Caflisch, Violine

Christian Hieronymi, Violoncello

Daniel Sailer, Kontrabass

Asia Ahmetjanova, Klavier

 

 


Donnerstag, 31. März um 19:30 Uhr

 

Wie wird aus Möglichkeit Wirklichkeit?

 

Unsere Utopieverpflichtung besteht nicht darin, Zukünftiges vorweg zu fixieren, als könnten wir das, sondern ist Dämmerung nach vorn, ist das Ernstnehmen der Frage, inwiefern die Welt ein Laboratorium des Werdens auf das Bessere hin sein kann. Ist der Antrieb, gegen alles Unfertige immer auch politisch anzudenken. Und wie noch?

 

Philosophieren mit Markus Huber und Martin Kunz

 

Eintritt: Kollekte


Mittwoch, 6. April um 19:30 Uhr

 

Urs Hecks museum für beziehungsfossilien mfbf im Atelier für Kunst und Philosophie

 

Beziehungsfossilien. Ein Beitrag zur Zukunftsarchäologie.

 

Was bleibt? Was werden ArchäologInnen über uns denken, wenn sie in ein paar tausend Jahren auf unsere Überbleibsel stoßen?

 

Solche Fragen beschäftigen Urs Heck, wenn er in seinem Vortrag mit Bildern durch die Bestände seiner Sammlung mäandert. Dabei trifft er auf allerlei Schichten und Geschichten.

 

Urs Heck (1953), lebt in Winterthur. Biologiestudium, Dissertation und Oberassistenz an der ETH Zürich, langjähriger Didaktikdozent in der LehrerInnenausbildung, dazwischen Hausmann. Jetzt im Ruhestand. Ab 1993 Aufbau des museums für beziehungsfossilien, seither Ausstellungen und Vorträge.


Freitag, 08. April 2022 um 19:30 Uhr

 

HÉROÏNES

Französischer Barock trifft auf französisches Chanson 

 

Ein Dialog zwischen antiken Heldinnen von Rameau, Lully, Gluck ua. und Alltagsheldinnen von Brel, Barbara, Ferré und Piaf 

 

 

Duo Horizons

Gesang: Annina Gieré

Akkordeon: Mario Strebel 

 

In ihrer Euphorie, ihren Träumen, Leidenschaften und Ängsten rückt eine Antigone dem einfachen Mädchen aus dem Paris der 50er Jahre erstaunlich nahe!

So heroisch eine Dido oder Phèdre erscheinen mögen, so zerbrechlich sind sie doch in ihrem Inneren. So perspektivenlos die Figuren der französischen Chansons wirken mögen, so bodenständig und selbstbewusst sind sie. Ihre Schicksale, seien sie in ferner oder naher Vergangenheit, verbinden sich und bewegen uns nach wie vor.

 

Die französischen Komponisten übersetzen die antiken Heldinnen mit einer solchen Dringlichkeit und Sensibilität in die barocke Oper, dass sie bis heute brisant bleiben. Und die Melodien aus dem Quartier Latin oder Montmartre des 20. Jahrhunderts mit ihrem melancholischen Grundton schlagen das Publikum weltweit noch heute in Bann.

 

Die Zusammenführung dieser zwei Stile - beide der französischen Seele ureigen - schafft einen fesselnden Dialog der französischen Musik - eine Brücke von Barock zu Chanson – eine Programm, das eine Herzensangelegenheit für die zwei Künstler Annina Gieré und Mario Strebel ist. 


Freitag, 27. Mai 2022 um 19:30 Uhr

Einführung um 19 Uhr

 

Vom Kleinen und Großen

GIGANTEN

 

Konzert mit ö! Ensemble für neue Musik

 

Das 6. großbesetzte Programm macht auf der Reise durch den leeren Kosmos halt bei den grössten dort vorhandenen Objekten, den blauen Riesen und wagt sich auch in die Nähe der schwersten Phänomene im All, den schwarzen Löchern. Hier geht es um Musik, die vollgepackt ist mit Energie, aber auch um den süffig melancholischen Aspekt, der dadurch erzeugt wird, dass auch größte Objekte endlich sind.

 

 

PROGRAMM

 

Magnus Lindberg (*1958)

Corrente – China Version (1992/2000) 13’

für Flöte, Oboe, Klarinette, Posaune, Schlagzeug, Klavier und Streichquintett

 

Tristan Murail (*1947)

Lachrymae (2011) 12’

für Flöte und Streichquintett

 

Iannis Xenakis (*1922-2001)

Akanthos (1977) 12’

für Sopran, Flöte, Klarinette, Klavier und Streichquintett

Toshio Hosokawa (*1955)

 

Drawing (2004) 10’

für Flöte, Oboe, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violine, Viola

 

Jing Yang (*1963)

HimmliSCHER Fluss (2018) 10′

für Sopran, Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violine und Violoncello

 

 

BESETZUNG

Riccarda Caflisch, Flöte

Pilar Fontalba, Oboe

Manfred Spitaler, Klarinette

Adrian Albaladejo-Diaz, Posaune

David Sontòn Caflisch, Violine

Sofiia Suldina, Violine

Genevieve Camenisch, Viola

Christian Hieronymi, Violoncello

Daniel Sailer, Kontrabass

Asia Ahmetjanova, Klavier

Daniel Stalder, Schlagzeug

Francesc Prat, Leitung

 

 


Dienstag, 5. Juli um 19:30 Uhr

 

Das Andere der Vernunft

 

Was ist mit dem Irrationalen, dem Alogischen, der Natur? Was mit unserem Leib, der Phantasie und den Emotionen? Spätestens seit der Psychoanalyse wissen wir, dass wir das Andere nicht mehr abspalten, sondern integrieren sollten. Wie gelingt das?

 

Philosophieren mit Markus Huber und Martin Kunz

 

Eintritt: Kollekte


Termin noch offen:

 

The Priscillas - die Première!

 

Das Duo spielt poppige Eigenkompositionen der Sängerin und eigenwillig arrangierte Songs von Elvis, von dem die Pianistin als Elfjährige ein grosser Fan war.

 

Dazu improvisieren die beiden Frauen mal tiefgründig, mal mit einem Augenzwinkern und verleihen ihrem Spiel so einen unmittelbaren Touch.

 

Elvis und Priscilla mögen sich 1973 geschieden haben. The Priscillas aber leben weiter, oder besser:

Sie fangen erst an!

Helen Iten, voc

Manuela Keller, piano

 

Wir verstehen unter Philosophieren lustvolles Nachdenken.

Und unter Kunst - im weitesten Sinne? Ich fand keine andere Alternative als das „Künstlerleben“, wenn man darunter so etwas wie unumschränkte Individuation verstehen will, das selbstverantwortete exploratorische Lebensunternehmen….Es geht immer um die Herbeiführung eines Entbrennens, um Momente des vollen Inneseins. (Paul Nizon.)

 

Was Kunst im engeren Sinne ist, versuchen wir immer wieder zu ergründen, indem wir künstlerisch tätig sind.


Wir knüpfen bei unseren Sehnsüchten an und verwandeln Scheinantworten in echte Fragen.


Wir denken nach über das, was uns angeht. Was andere Denker und Denkerinnen dazu gedacht haben. Und wir denken weiter. Und trinken dazu.

Wir sind weder Erbsenzähler noch Schamanen. Wir geniessen es, uns mit den Gästen in Denkschlaufen zu verhaspeln und uns wieder daraus herauszuspinnen.

Wir sind keiner Schulmeinung verpflichtet, wir wissen nicht so genau, wie viele Götter es gibt, aber wir laden sie ein, uns zu inspirieren, falls sie nicht gerade verreist sind.

Wir lachen gerne. Aber wir meinen es ernst.

Martin Kunz und Markus Huber

 

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Rückblicke



 

 

Atelier für Kunst und Philosophie / Albisriederstrasse 164 / 8003 Zürich / 079 430 97 14 / Email

Website über den Künstler und Philosophen Martin Kunz